Frauenmannschaft – Planungen laufen weiter

Unabhängig von den derzeit in Verband und Vereinen diskutierten Szenarien über Fortsetzung oder Abbruch der eigentlich ja noch laufenden Saison haben wir vergangene Woche erstmals über Pläne im SV 19 Bübingen berichtet, für die kommende Saison auch eine Frauenfußballmannschaft an den Start zu bringen. Schließlich muss es ja weitergehen! Irgendwie! Irgendwann!

Deutlich wurde, dass Vanessa Braun und Laura Niato dabei schon ein gutes Stück vorangekommen sind und mit Ricardo Hamann bereits ein Trainer gefunden ist, der in die Planungen natürlich voll eingebunden ist. So stehen derzeit mehr als ein Dutzend Spielerinnen fest und an weiteren Zugängen wird gearbeitet, sodass man auf eine Kadergröße von mindestens 18 Spielerinnen hoffen darf.

Heute nun wollen wir die drei Protagonisten etwas näher vorstellen und sie ihre Beweggründe darlegen lassen, warum und gerade beim SV 19 Bübingen dieser Schritt der genau richtige ist. Klar dabei wurde, dass man sich in den Verein einbringen, eine Verbindung schaffen will und nicht als fünftes Rad am Wagen wahrgenommen werden will.

  • Wie bereits berichtet, spielte Vanessa Braun schon in der Jugend im Bübinger Meerwald Fußball. Die 24-jährige, die in Saarlouis als Krankenschwester arbeitet und in Saarbrücken wohnt, spielt am liebsten im Zentralen Mittelfeld und kommt vom FC Niederkirchen zurück in den Meerwald.
  • Laura Niato kommt gleichfalls aus Niederkirchen. Die Sportökonomin ist 23 Jahre alt, spielt in der Innenverteidigung und wohnt in Bliesmengen-Bolchen.
  • Ricardo Hamann ist 28 Jahre alt und spielte in der Saarlandliga und auch der Oberliga für Köllerbach, Auersmacher und Eppelborn. Der gebürtige Bischmisheimer wird zumeist auf der Außenbahn im defensiven Bereich eingesetzt und arbeitet als Paketzusteller.
Bald Auswechselbank einer Frauenmannschaft – wann auch immer …

Hallo Laura, Vannesa und Ricardo, wie sieht euer Leben in Coronazeiten aus, inwieweit seid ihr betroffen?

Ricardo/Laura/Vanessa: „Durch Corona haben wir alle sehr viel Stress auf der Arbeit, da wir in Berufen tätig sind, die zur Lebensnotwendigkeit gehören. Durch Corona sehen wir unsere Freunde und Familie nicht, außer Ricardo seine kleine Tochter. Das versuchen wir aber über Telefonate und Videochats nachzuholen.“

Was fehlt euch am meisten?

Ricardo/Laura/Vanessa: „Sehr fehlen uns die sozialen Kontakte und wie gesagt der Kontakt zur Familie. Natürlich fehlt uns auch als Vollblutfußballern der Sport selbst und die Gemeinschaft die damit zusammenhängt. Die Samstag/Sonntagspiele und der Ansporn alles zu geben. Das einfache Leben, das strukturierte, fehlt sehr. Auch, wenn es einfach nur mal ein Treffen mit Freunden ist.“

Wie kam’s dazu, beim SV 19 spielen zu wollen, gab’s besondere Gründe?

Vanessa/Laura: „Wir haben uns für Bübingen entschieden, da es im Gegensatz zu Niederkirchen (bei St. Wendel) sehr wohnortnah für uns ist und wir auch viele Freunde und Bekannte in Bübingen haben. Außerdem hat der Verein eine tolle Anlage mit einer Vereinsführung, mit der wir eine Frauenmannschaft bilden und von ganz unten neu beginnen können – getreu dem Motto #WIR.GEMEINSAM!“

Ricardo: „Ich habe mich als Ex-Grün-Weißer (vier Jahre in Auersmacher gespielt ) sehr schwergetan 🙂 Nein, Spaß bei Seite: Ich habe mich für Trainer beim SVB entschieden, da ich hier auch viele Bekannte habe. Weiterhin ist Vanessa eine langjährige Freundin und somit musste ich nicht zweimal überlegen. Da ich selber immer Trainer sein wollte und auch schon eine Trainerstation hatte (2014/15 Meister der Bezirksliga Frauen, mit dem FV 08 Püttlingen ) dachte ich mir, das eine Neugründung der perfekte Einstieg wäre, auch wenn ich weiterhin noch selbst in Eppelborn spielen werde!“

Wie sehen die Pläne für die kommende Saison aus?

Ricardo/Laura/Vanessa: „Unser erstes Ziel ist es Mädels aller Altersklassen für den Fußballsport zu begeistern. Des Weiteren ein Teil des SV 19 Bübingen zu werden: Wir möchten, dass der SVB eins wird, bestehend aus Männer-, Frauen und Jugendfußball, aus Vorstand, Mitgliedern und Fans. Ein weiteres Ziel ist es natürlich auch Erfolg zu haben und Erfahrungen zu sammeln, als Spielerinnen, Trainer und als gesamtes im Verein.“