Was macht eigentlich …

Die Coronakrise hat uns alle im Griff, bestimmt nach wie vor und ganz sicher noch einige Wochen und Monate unser aller Leben. Social Distancing lautet das Mittel der Wahl, das der ungebremsten Ausbreitung Einhalt gebieten soll. Und während sich erste Erfolge anhand der täglich veröffentlichten Infizierten- und Todesraten erkennen lassen, vermisst man eben doch die alten Gewohnheiten. Und auch wenn wir es hier mit einem Fußballverein zu tun haben, vermissen wir nicht nur den Fußball, sondern vor allem die Menschen, die ihn ausmachen. Seine Spieler, Trainer und Trainerinnen, die Kinder, die während der Woche über den Platz wuseln und auch den sozialen Treffpunkt im und um unser Clubheim, der dort Eltern, Vorstand, Fußballer und Mitglieder und Zuschauer zusammenführt und verbindet.

Damit dies nicht gänzlich aus den Augen verloren geht, wollen wir eine kleine Serie beginnen und in loser Folge Menschen aus dem SV 19 Bübingen fragen: Was machst du eigentlich in Zeiten der verordneten Abstandsregeln und wie kann es weitergehen?

Beginnen wollen wir mit Daniel Philippi (26), dem Kapitän unserer 1. Mannschaft, die ja nach zwei Kantersiegen in Burbach beim FV Matzenberg (20:0) und gegen den SV Sitterswald (15:0) so stark aus der Winterpause kam und auf Platz 1 der Tabelle stehend immer noch die Meisterschaft fest im Blick hat.

Daniel Philippi (26) kam vor der Saison vom SC Bliesransbach zum neuen SV 19 Bübingen.

Hallo Daniel, zunächst, wie geht es dir und deiner Familie? Wie habt ihr die vergangenen Wochen erlebt?

„Mir und meiner Familie geht es gesundheitlich soweit gut! Ich lebe momentan bei meinen Eltern und hoffe, dass ich bald in meine neue Wohnung umziehen kann.“

Seit fünf Wochen ruht der Fußball – nicht nur beim SV 19 Bübingen. Wie geht ihr als Mannschaft damit um, trainiert da jeder für sich oder wie muss man sich das vorstellen?

„Einige trainieren fleißig für sich, ja. Andere trainieren zu zweit damit man wenigstens ein bissjen Gespräch und das Wir-Gefühl hat. David (Kihl-Wiesen) und ich gehen 2-3 mal die Woche zusammen laufen. Ansonsten trainiere ich auch mal alleine im Garten.“

Wie haltet ihr Kontakt untereinander und wie lange bräuchtet ihr an Vorlaufzeit, sollte es doch irgendwann wieder losgehen?

„Kontakt halten wir natürlich über Social Media und Anrufe. Meiner Meinung nach bräuchten wir so max. ca zehn Tage Vorlaufzeit … denn ich denke, jeder Spieler unseres Vereines hat einfach Bock wieder zu kicken und unser großes Ziel gemeinsam zu Ende zu bringen.“

Jeder macht sich ja so seine eigenen Gedanken. Was denkst du, wann werden wir wieder Fußball im Meerwald sehen? Wie kann der SFV die Saison zu Ende bringen, irgendeine Idee? Oder sagst du, ‚das ist im Moment alles Nebensache‘?

„Das kann ich natürlich nicht genau sagen, ich hoffe aber so schnell wie möglich. Wenn man alle Spiele der Saison noch zu Ende spielen will, dann müsste man ja schon ab dem 03.05. bis zum 30.06. spielen … Ansonsten könnte man z. Bsp. zumindest eine Art „Play-Offs„ spielen damit die Vereine, die dann aufsteigen oder Meister werden dies auch sportlich erreicht haben und sich dann auch verdient freuen könnten! Beispielsweise die ersten Fünf der Kreisliga spielen in einer Gruppe um die Meisterschaft bzw. den Aufstieg … die jetzige Punktzahl wird dabei durch zwei geteilt und mit dieser Punktzahl startet man dann in die Play Offs (zb. Bübingen 25, Neuweiler 23, Jägerfreude 20 und DJK Neuweiler 18)… dann hätte jeder zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele. Diese Endtabelle würde dann eben entscheiden.“

Danke Daniel, wir warten dann mal ab wie sich die nächsten Wochen entwickeln und wie Vereine und Verband zu einer für alle zufriedenstellenden Lösung kommen, sollte Fußball irgendwann wieder möglich sein.

In 15 Saisonspielen kam Daniel auf bislang 14 Tore